Im rechten Winkel zur Realität Unsere Gedanken erschaffen unsere Realität. Nicht umgekehrt! Schon Vergil, der römische Dichter wusste: „Der Geist bewegt die Materie.“ Vieles geht in uns unbewusst vor. Wir merken oft gar nicht, was in unserem Kopf passiert. Wir merken nicht, was wir denken. Doch gerade diese Gedanken bestimmen ganz elementar, wie wir die Welt erleben und wie wir uns in dieser Welt verhalten. Unbewusst denken wir vielleicht „ich muss mich mehr anstrengen“ oder „ich bin nicht gut genug“ oder „die anderen haben es besser“. Oder wie eine Person letztens sagte: „ich mache das bis zum bitteren Ende!“. Muss das Ende bitter sein? Wer weiß das? Genauso könnte es ein schönes Ende nehmen. Doch wenn ich die ganze Zeit „bis zum bitteren Ende“ denke, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es so geschieht, um ein vielfaches höher. Denn Gedanken sind Energie. Gedanken sind nicht einfach nur im Kopf. Denken beeinflusst alle Ebenen unseres Seins, bis hin zur körperlichen Ebene. Wenn ich z.B. permanent unbewusst Angst habe („ich bin nicht gut genug“), spannt mein Körper an, kann sich nicht erholen. Weil ich mich dauernd anstrenge „noch besser“ zu sein. Der so blockierte Energiefluss führt irgendwann zu körperlichen Beeinträchtigungen. Diese unbewussten Gedanken und Muster können sehr subtil und gleichzeitig sehr mächtig sein. Ich muss mir bewusst werden, was ich denke, wenn ich mein Leben zum Guten wenden will! Dieses unbewusste Denken bestimmt mein Leben! Das Hinterfragen von meinem Kopfkino: Muster, Prägungen, gesellschaftliche Zwänge. Hier finden wir auch unsere erlernte Hilflosigkeit. Was WIRKT in mir, von dem ich eigentlich nichts weiß? Solange uns unsere prägenden, negativen Gedanken und Muster nicht bewusst sind, so lange sie uns aus dem Unbewussten heraus „manipulieren“ – hilft es wenig, z.B. positiv zu denken. Das ist, wie wenn ich ein Heftpflaster auf einen Splitter klebe. Der Splitter muß erst einmal entfernt werden, bevor „Heilung“ geschehen kann. Was nutzt es, positiv zu denken: „Ich schaffe das“, wenn unbewusst in mir der Satz arbeitet: „Ich bin nicht gut genug!“ Jetzt kann wirkliche Veränderung stattfinden. Und am wenigsten haben wir gelernt, wie Veränderung geht. Wir lernen, zu funk- tionieren, aber nicht, wie wir uns gut verändern können.
Von dieser erlernten Hilflosigkeit bewegen wir uns hin zur verantwortungsbewussten Freiheit. Bewusstsein bedeutet aber auch, ich höre auf, in der Vergangenheit zu leben; Verantwortung für mich und mein Leben zu über- nehmen. Und nicht die Schuld bei anderen zu suchen. Ich „herrsche“ in meinem Geist! Wirkliches Bewusstsein ist mehr als bewusstes Denken. Ein umfassendes Bewusstsein erkennt deutlich, dass alles miteinander verbunden ist. Dass wir nicht unabhängig und isoliert voneinander der Schöpfung leben. Nochmal kurz zusammengefasst: Wir arbeiten am Bewusstsein, weil uns unbewusste Muster dominieren können. Erst wenn wir diese erkennen, können wir sie lösen und unser Sein verändern. Dann beginnen wir, uns wieder wohl in uns selbst zu fühlen. • Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Gefühlen. • Achte auf deine Gefühle, denn sie werden zu Worten. • Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. • Achte auf Deine Handlungen, sie werden Gewohnheiten. • Achte auf Deine Gewohnheiten, sie werden Dein Charakter. • Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. Das Leben ist eine großartige Reise der Bewusst- werdung. Auch wenn diese Reise mitunter sehr schmerzhaft sein kann. Doch egal, wie lange die Reise dauert und welche verschlungenen Wege sie nimmt - sie endet immer bei mir selbst. Und hier beginnt sie von Neuem … mit einem Aufbruch in ein weiteres neues Abenteuer.